Die WUB Fraktion unterstützt die Prüfung der Möglichkeit und Verwirklichung eines Neubaus, Mehrzweck-/ Eissporthalle.

Angedacht ist ein Gebäude in massiver Mehrzweckhallenbauweise.

Der Kostenrahmen könnte sich auf ca.. 8 - 10 Millionen €uro bewegen.

Quellen:

Kalkulationsbeispiele Stadionwelt eventingo / Eisanlagen 01.13

Eishalle Illmenau 2006

Hacker Pschorr Arena Bad Tölz 2004

Überlegungen:

Für eine ganzjährige, sinnvolle Nutzung bietet sich eine, Mehrzweck-/ Eisporthalle an.

Die jetzige Halle ist im Jahr 1984 gebaut und ausschließlich für die Eislaufsaison konzipiert worden.

Aufgrund des Alters der Halle müssten, um dies von allen Seiten zukunftsfähig zu machen, ca.:

 a) ca. 1.5 Mio. €uro an Sofortmitteln von der Gemeinde

 b) 1 Mio. €uro von einem Betreiber

 c) 100.000,-- €uro für Planungs- und Investitionsmittel von der Gemeinde

 d) 2 Mio. €uro / auf 20 Jahre/ an Ausgleichsmitteln für z.B. Rücklagen, Dach und Fach etc.

 
investiert werden.

Macht das unter ökologischen, energetischen, wirtschaftlichen und touristischen Aspekten noch Sinn?

Hier liegt nahe, ev. über einen zweckbestimmenden Neubau einer Mehrzweck-/ Eisporthalle nachzudenken.

Dieser müsste auf einem, dem Ortskern vorgelagertem Grundstück, jedoch innerhalb der Gemeindegrenzen, liegen.

Das jetzige „Filet“ Grundstück könnte an einen Hotelinvestor verkauft oder über Erbbaurecht verpachtet werden. Vor illusionären Einnahmeerwartungen muss aber in diesem Fall gewarnt werden.

Beim Verkauf an einen Investor aus dem Bereich Eigentumswohnung, wäre die Ertragslage sicherlich höher einzuschätzen. Wollen wir das?

Die angrenzenden Tennisplätze sollten erhalten und an den Investor zu Mitnutzung ebenfalls langfristig verpachtet werden. Hierzu später noch mehr.

Der Erlös des Grundstücks dürfte in der derzeitigen Haushaltslage sicherlich interessant und allgemeindienlich einzubringen sein, haben wir doch eine Menge „Baustellen“, z.B. die Vollendung des B-Plan 20 für Niendorf/Ostsee.

Die Nutzung und das tragende Konzept muss immer im Mehrzweck liegen, der Eis-/ und Schulsport und die Eishockeyaktivitäten wären immer als „addon“ zu sehen und würden einer besonderen Nutzung mit vertraglicher Absicherung einhergehen.

Eine solche Halle wäre einfach das absolute Highlight für ein attraktives Freizeit- und Sportangebot in der Gemeinde.

Bei einer entsprechender Konzeption auch für verschiedenste Events und Veranstaltungen aller Größenordnung, z. B. im Sommer als Allwetter­ Skateranlage, Fitnessparcours oder sonstige, durch die TSNT angebotene Events, nutzbar.

Die große Resonanz der Eislauffläche in den Wintermonaten, ob Eishockey, Schulsport, Eisdisco oder die öffentliche Laufzeit, muss unbedingt weiterhin erhalten bleiben.

Zum Thema Tennis: Das Angebot in der Gemeinde erfreut sich einer gleichbleibenden Tendenz, sind doch die fetten „Becker und Graf „ Jahre vorbei. Dennoch gilt es den Tennissport entweder auf den jetzigen Außen- und Innenplätzen zu erhalten, was bei einer Neukonzeption des gesamten Areals keinen Sinn machen würde, oder die Außenplätze müssten in sich Bestand haben und  ein Tennis- und ggf. auch Squash- Bereich in der  neu zu errichtenden Mehrzweckhalle mit geplant werden. Tennis, ebenfalls ein Sport für Jung und Alt, ist hier nicht nur einfach ein Angebot, nein bei uns werden auch nationale Leistungsträger trainiert. Unbedingt erhaltenswert!

 

Mit dem Verschwinden beider Freizeitangebote, würde eine echte Freizeit- und Sportlücke für Jung und Alt entstehen. Die Folge wäre auch eine negative Auswirkung auf das touristische Angebot. Das wollen wir nicht!

 

Die Besucher unserer Gemeinde, die von einer solchen Halle z. B. am Ortseingang empfangen werden, erhalten einen nachhaltig positiven Eindruck von der attraktiven Angebotspallette in Timmendorfer Strand / Niendorf/Ostsee. Natürlich kann eine interessante Architektur die

Ausstrahlung und Außenwirkung eines solchen Bauwerkes nachhaltig unterstützen.

 

Mit einer Mehrzweck-/ Eisporthalle entstünde an einem strategisch günstigen Standort ein vitaler und vor allem ganzzeitiger Anziehungspunkt.

Grundlagen für alle Überlegungen müssen u. a. aber sein:

1. Langfriste Darlegung eine Betreiberkonzepts
2. Nutzungskonzepte der TSNT GmbH
3. Daraus sich resultierende Kostenermittlung (Umbau, Brandschutz, Modernisierung, Instandhaltung usw.)
4. Kosten- Nutzenrechnung über einen langjährigen Verlauf
5. Kostengegenüberstellung zu einer neuen Halle
6. Demographische Entwicklung
7. Mehrwert für die Gemeinde Timmendorfer Strand

Fazit:

Eine moderne Mehrzweck-/ Eisporthalle wäre nicht zuletzt ein belebender Wirtschaftsfaktor für die vielen Gewerbetreibenden sowie ein moderner, zusätzlicher Imageträger für den touristischen Standort der Gemeinde Timmendorfer Strand / Niendorf/Ostsee.

Unter diesen kalkulatorischen, wirtschaftlichen und touristischen Überlegungen heraus, wäre eine Verlängerung des Pachtvertrags des jetzigen Betreibers um weiter 5 Jahre, mit Option auf zeitgleiche Verlängerung, anzustreben. Die dazu bereitzustellenden Grundmittel wären von der Gemeinde in jedem Fall anzusetzen. Vorteil: Während das umfangreiche Freizeitangebot weitergeht, können die Überlegungen in Richtung eines ev. Neubau in aller Ruhe und Sorgfalt durchgeführt werden.

 

23669 Timmendorfer Strand, 19.10.2013

 Frank Theunissen

Gemeindevertreter

stellv. Faktionsvorsitzender

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